Schlagwort-Archive: Examensarbeit

Twitter oder da werden Sie geholfen!

Meine Examensarbeit habe ich vor zwei Wochen eingetütet, bei der Post gestempelt und zur Uni geschickt. Sie ist rechtzeitig angekommen und das ist auch gut so! Nach dem Abgabestress musste ich meine Frau zum Kieferchirurg fahren, ein Backenzahn musste raus. Nun heißt es, abwarten und Tee trinken.

Und bevor ich nun für eine Woche in Urlaub fahre möchte ich mich bei meinen Followern für ihre moralische und fachliche Unterstützung während meiner Examensarbeit danken! Twitter von mir noch vor einem halben Jahr belächelt und abgewertet hat sich als Informationsquelle sehr bezahlt gemacht. Es gab Tipps zur qualitativen Sozialforschung, zur Gestaltung der Arbeit, eine Menge Linkhinweise, interessante Gespräche außerhalb der Arbeit und was ich persönlich sehr angenehm empfand, dass irgendwie immer jemand da war, ob es Vormittags @cspannagel zum Kaffee trinken war oder um 24 Uhr @ralphmakolla, mit dem ich beschlossen habe, wer denn das Licht bei Twitter aus machen muss. Aber viele, viele andere Follower waren stehts auch gegenwärtig und haben mich mit neuen Ideen versorgt. Somit ist Twitter für mich ein echtes Ideenpool geworden.

Zur Zeit twittere ich weniger, da es noch eine Familie gibt, die ich während meiner intensiven Arbeit vernachlässigt habe. Allerdings wird es wieder mehr werden, wenn ich mich auf meine restlichen Prüfungen vorbereite und öfters am Rechner sitze.

Zeitaufteilung meiner Examensarbeit

Grober Ablauf:

  • 30.09-10.9.08 einarbeiten in die Theorie,
  • 05.09-15.09.08 durchführen der Interviews,
  • 16.09-4.10.08 transkribieren der Interviews,
  • 04.10-17.10.08 auswerten der Arbeit.

Das waren ungefähr 49 Tage für 82 Seiten (1 zeilig) Transkript und 52 Seiten (1.5 zeilig) Examensarbeit. Ich hoffe das die Qualität unter dem Zeitdruck nicht gelitten hat, aber das werde ich wohl bald gewahr werden.

Nachtrag 21.11.08: Wieso Twitter?

Nachtrag 28.11.08: Der elektrische Reporter

Elektrischer Reporter – Microblogging: Leben in 140 Zeichen

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Vorstellungen von Lehrern unterschiedlicher naturwissenschaftlicher Fachkulturen über die Rolle kontroversen Wissens im Unterricht

Vorläufige Einleitung zu meiner Examensarbeit:

Einordnung des Themas:

Menschen (hier sind wissenschaftliche Laien gemeint), die Probleme zu lösen versuchen, erwarten bzw. erhoffen sich Lösungsmöglichkeiten aus der Wissenschaft„. Wie aber gehen sie mit den Antworten aus der Wissenschaft um? Junge/aktuelle Forschungsfelder behandeln häufig komplexe Themen wie Klimawandel (Klima der Gerechtigkeit, Der Klimawandel Blog, Beispiel Klimadebatte: Die Zeit) oder Gentechnologie. Gerade bei diesen Themen wird deutlich, wie unterschiedlich mögliche Antworten interpretiert werden. Was wird eigentlich von Laien unter Naturwissenschaften  verstanden? Wo sind die Grenzen der Naturwissenschaften? Wie werden wissenschaftlichen Erkenntnisse erlangt? Seit dem „PISA/TIMSS-Schock“ folgern u. a. Didaktiker wie Baumert, dass epistemologische Überzeugungen ein wichtiges, bislang nicht ausreichend gewürdigtes Element motivierten und verständnisvollen Lernens in der Schule darstellen (Baumert u.a. 2000 S. 269)

Unter anderem hat die Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) ein Forschungs-Schwerpunktprogramm mit dem Thema: „Wissenschaft und Öffentlichkeit: Das Verständnis fragiler und konfligierender wissenschaftlicher Evidenz“ (Schwerpunktprogramm 1409) über eine Laufzeit von 6 Jahren vorgesehen. An dieser Stelle möchte ich noch einen Absatz zum Anlass des Forschungsprogramms zitieren, welcher auch gut zur Behandlung der Themen „Wissenschaften und Technik“ im Schulunterricht herangezogen werden kann: Die Entwicklung von Wissenschaft und Technologie hat – zumindest in den industrialisierten Ländern – zu einem enormen Anwachsen wissenschaftlichen Wissens bei gleichzeitiger Spezialisierung und Ausdifferenzierung geführt. Diese Entwicklung steht in einer Wechselbeziehung mit einer zunehmenden Technisierung der Lebensbedingungen, sodass zunehmend komplexere Wissenssysteme (Medizin, Infrastruktur, Bildung) die Lebensrealität aller Menschen bestimmen. Die Wissensvermehrung auf der einen Seite und die wachsende Abhängigkeit von wissenschaftsbasierten und -begründeten Systemen auf der anderen Seite führen für die Öffentlichkeit (die Bürgerinnen und Bürger) zu einem immer größeren Bedarf an grundlegendem wissenschaftlichen Wissen, insbesondere aber an einem Verständnis von den Wissenschaften, ihren Arbeitsweisen sowie ihren Möglichkeiten und Grenzen. Wissenschaftliche Grundbildung ist deshalb eine Voraussetzung zur Teilhabe am öffentlichen Leben in einer ‚Wissensgesellschaft‘ (im ökonomischen, sozialen, kulturellen und politischen Sinn; Stehr,1994).

Ausgehend davon, dass der Umgang mit komplexen, wissenschaftlichen Themen, die teilweise nicht mehr von Fachleuten, geschweige denn von Laien überblickt werden können, immer problematischer wird, lautet nun die schlüssige Frage: Wie soll mit kontroversem Wissen in der Schule umgegangen werden? Diese einfach aus dem Curriculum zu streichen ist keine Lösung. Komplexe Themen durchdringen unseren Alltag so sehr, dass wir lernen müssen, damit umzugehen.

Meine Examensarbeit beschäftigt sich mit einem kleinen Teil dieses doch sehr umfangreichen Themas. Mit Hilfe einer kleinen „qualitativen Pilotstudie“ sollen Erkenntnisse bezüglich der Einschätzungen und Einstellungen (Beliefs) von Lehrerinnen und Lehrern, die in einem der naturwissenschaftlichen Bereiche (Biologie, Chemie oder Physik) ausgebildet wurden und auch unterrichten,  gewonnen  werden. Es liegt auf der Hand, dass LehrerInnen die Vorstellungen über Natur of Science entscheidend mitprägen: „Als GestalterInnen des Physikunterrichts tragen Lehrer und Lehrerinnen neben der Vermittlung fachphysikalischen Wissens auch zur Vermittlung von Vorstellungen über die Natur der Naturwissenschaft bei (Höttecke,2001 S. 73).

Über diesen Zustand ist derzeit noch recht wenig bekannt, so dass diese Arbeit einen, wenn auch kleinen Beitrag leisten kann, Licht ins Dunkel zu bringen.

Wer sich im Unterricht mit dem Thema: Lehren und lernen über die Natur der Naturwissenschaften beschäftigen möchte, dem sei das gleichnamige Buch von Hößle, Höttecke Kircher und das Themenheft: Was ist Physik empfohlen.

Why do I blog this?: Einerseits dient mir das Schreiben, um mir einen Überblick über das Thema zu verschaffen. Meine Gedanken sortieren sich dabei. Andererseits erhoffe ich mir, Personen zu finden, die an ähnlichen Themen arbeiten. Ein Erfahrungsaustausch ist da immer hilfreich.

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