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Umgang mit Web 2.0 Medien.

Was hat die Pädagogik in den letzten 100 Jahren geleistet?

Der pädagogische Impakt

Der pädagogische Impakt traf vor ca. 300 Jahren in Form der Aufklärung und einer großen Dichte an  brillanten visionären Denkern ein, wie zum Beispiel Immanuel Kant (1724-1804) der schrieb:

„Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines andern zu bedienen. Sapere aude! Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! ist also der Wahlspruch der Aufklärung.

Faulheit und Feigheit sind die Ursachen, warum ein so großer Teil der Menschen, nachdem sie die Natur längst von fremder Leitung freigesprochen [A482] (naturaliter maiorennes), dennoch gerne zeitlebens unmündig bleiben; und warum es anderen so leicht wird, sich zu deren Vormündern aufzuwerfen. Es ist so bequem, unmündig zu sein. …“ (4. Kant)

Ein anderer großer Philosoph und Pädagoge Jean-Jacques Rousseau (1712-1778) verfasste ebenfalls ein Grundlagenwerk (neben den Contrat social), und zwar den Emile – oder über die Erziehung:

“ Alles ist gut, wie es aus den Händen des Schöpfers kommt; alles entartet unter den Händen des Menschen. Der Mensch zwingt ein Land, die Erzeugnisse eines anderen hervorzubringen, einen Baum, die Früchte eines anderen zu tragen. Er vermengt und vertauscht das Wetter, die Elemente und die Jahreszeiten. Er verstümmelt sein Hund, sein Pferd, seine Sklaven. Alles dreht er um, alles entstellt er. Er liebt die Mißgeburt, die Ungeheuer. Nichts will er haben, wie es die Natur gemacht hat, selbst den Menschen nicht. Man muß ihn, wie ein Schulpferd, für ihn dressieren; man muß ihn nach seiner Absicht stutzen wie einen Baum seines Gartens. ….“ (6. Rousseau)

Ich muss sagen, wenn ich diese Abschnitte in Beziehung zu heute setze elektrisieren diese mich förmlich. Aber zuvor möchte ich noch die anderen großen Pädagogen aus dem gleichen Jahrhundert zumindest namentlich würdigen, dies sind: John Locke (1634-1704), Johann Heinrich Pestalozzi (1746-1827) und wenn man noch die deutsche Klassik mitzählt: Humboldt (1767-1835), Johann Friedrich Herbart (1776-1841) es gab wohl kaum eine Epoche in der Geschichte der Pädagogik, die so geballte pädagogische Denker hervorbrachte. Man spricht durchaus  auch vom pädagogischen Jahrhundert. (3. Gudions)

Was soll Pädagogik leisten?

Noch zur Wortbestimmung von Pädagogik und Erziehungswissenschaft. Ich verwende den Begriff Pädagogik eher im Sinn von angewandter/n Erziehungswissenschaft(en), also in Form von Exekutive und die Erziehungswissenschaft(en) als Legislative. (Ob man das so darf, sei dahingestellt? Ich mache es halt. Es wird eh schwierig, diese Begriffe scharf zu trennen, warum, zeigt sich im Folgenden. )

Wenn man auf Kant zurückgreift wird Erziehung notwendig, um aus der Unmündigkeit hervorzutreten. Deutlicher wird es bei Rousseau „Man muß ihn, wie ein Schulpferd, für ihn dressieren; man muß ihn nach seiner Absicht stutzen wie einen Baum seines Gartens… Heute würde es kein Pädagoge mehr wagen von Dressur zu sprechen. Allerdings gerät man bei pädagogischer Erziehung in ein Dilemma und das liegt in der Eigenstruktur der Erziehung (siehe unten).

Die Eigenstruktur der Erziehung

Die „Institutionalisierung der Erziehung ist seit der Aufklärung Programm.“ ließt man bei Blankertz (1982). Das heißt nichts anderes als das man für Kinder und Jugendliche einen Schonraum bis zur Schwelle des Berufseintritts geschaffen hat. Aber gerade dieser Schonraum wurde von der technischen Entwicklung, durch Massenmedien, Werbung und der elektronischen Unterhaltungsindustrie eingeholt. (Ein aktuelles Beispiel wie  dieser Schonraum perforiert wird kann man bei Scheppler in seinem Beitrag Twitter-Tool für die Schule und Unterricht nachlesen.) Blankertz spricht dann von einer beschädigten pädagogischen Qualität. Sicherlich nimmt die technische Entwicklung Einfluss auf eine pädagogische Arbeit, diese können mit Sicherheit auch von negativer Art sein, aber man muss auch die positiven Aspekte gegenrechnen und die Differenz daraus bilden. An dieser Stelle denke ich aber erst einmal nicht weiter. Das ist Thema für einen gesonderten Blogbeitrag.

Geht man davon aus, dass es Aufgabe von Erziehung ist: den Nachwuchs auf die Erwachsenenwelt der bürgerlichen kapitalistischen Gesellschaft vorzubereiten damit sie sich reproduzieren kann, dann hat die schulische Erziehung ihre Aufgabe erfüllt. Sie hat es auch geschafft sich für die Demokratisierung (zu den Zeiten nach den Weltkriegen) zu öffnen und die Heranwachsenden auf die technisch-wissenschaftliche Zivilisation vorzubereiten.  Sie konnte bisher die benötigten Qualifizierungsanforderungen liefern, welche für die jeweilige Gesellschaft wichtig waren und sind. Obwohl zu den Generationswechseln immer wieder von Leistungsverfall gesprochen wird, können die pädagogischen Akteure mit ihren Leistungen zufrieden sein. (1. Tischer)

Einschub: Werteverfall oder Wertewandel?

Man findet eine Teilauslese von New-Business-Skills im Blogbeitrag von Ralf mit dem Titel: 10 Dinge, die Schüler auf der Pfanne haben sollten wieder. Dabei wird deutlich wie sich Erziehungsziele ändern können, wenn man aus einer bestimmten Perspektive schaut. Und noch ein paar Sätze zum angeblichen Leistungs- und Werteverfall. Die in den letzten Tagen erschienenen, interessanten Umfragen vom Allensbach Institut bezüglich den Anforderungen für Schule und Erziehung zeigen deutlich welche Normen und Werte in unserer Gesellschaft heute als wichtig angesehen werden (Bei der Erhebung handelt es sich nicht nur um Werte, bzw. Normen, sondern auch um Kenntnisse.).

schulanforderungen

Und im Generationtionenbarometer 2009 findet man:

erziehungsziele1erziehungsziele2erziehungsziele3

Gerade im Generationenbarometer wird ein Wandel von Erziehungszielen deutlich. Diese sind aber auf das Eltern-Kind Verhältniss bezogen, verdeutlichen aber, dass es einen Wandel von Erziehungszielen gibt. Ich glaube jede Generation hat ihre eigenen Vorstellungen von Werten und Normen und werden auch dadurch bestimmt in welcher  (wirtschaflichen) Lage sich eine Gesellschaft befindet. Was bedeutet das für die Pädagogik? Im Wandel der Erziehungszielen bezüglich von Werten und Normen ist das ein riesen Problem. Als Lehrer kann ich nicht wissen, wie die gesellschaftlichen Normen  in 20 Jahren aussehen werden. Es kommt noch ein weiteres Problem hinzu und zwar die Schwierigkeit seine persönlichen Ansichten (auch Überzeugungen, Beliefs oder Glaubenssätze) zu gunsten neuer Ansichten aufzugeben. Die eigenen Werte sind solche Überzeugungen. Wer schon mal versucht hat eine schlechte Angewohnheit abzulegen weiß wovon ich schreibe.

Aber,

gerade eben diese Pädagogen behaupten, postulieren, moralisieren: “ Erziehung erschöpfe sich nicht in der Zurichtung des Nachwuchses für die Belange der (kapitalistischen) Ökonomie. Der Eigenstruktur der Erziehung sei vielmehr auch eine ethische Dimension zueigen, die in dem Beschriebenen nicht aufgehe, sondern im Wiederspruch zu ihr stehe.“ (1.Tischer) Oha, welch ein Eigentor nach solch einem Postulat, denn nun kommt wiederum die ethisch, soziale Komponente ins Spiel. Es ist von Charakterstärke und Humanität die Rede. Nun steckt die Pädagogik endgültig in einer Zwickmühle: Pädagogische Verantwortung legitimiert sich mit der Weitergabe der Verantwortung an den Nachwuchs. Weil Kinder mündig werden müssen, deshalb sei Erziehung auf Mündigkeit angelegt. Aber die notwendig auf Mündigkeit angelegte Idee von Erziehung stehe in Spannung zu den die Erziehung überformenden, nicht-pädagogischen Normauflagen. Aber wer macht denn diese Normauflagen? Jetzt könnte ich es mir einfach machen und sagen die Gesellschaft. Aber wer ist die Gesellschaft? Ich bin nun am Punkt angelangt, an dem die eine Lobby die Schuld auf die andere schiebt. Die Lobbyisten wären Politiker, Kirchenvertreter, Lehrer, Eltern, Manager, Medienmacher,… Diese nicht-pädagogischen Normauflagen sind die hinter den (Erziehungs-) Zielen liegenden Überzeugungen/Soll-Vorstellungen, die sich in längeren Zeitabschnitten entwickelt haben und für einen größeren Kulturkreis gelten. Als Norm gelten zum Beispiel die Menschenrechte, die Zehn Gebote (3. Gudjons) oder im engeren Sinn können Normen auch für kleinere Gruppen gelten wie Lehrer oder Eltern (Zum Beispiel man soll seine Kinder gesund ernähren.) Normative Zwänge werden aber nicht von der Pädagogik generiert. Die normativen Zwänge stehen eher der pädagogischen Aufgabe entgegen und werden der Exikutiven im Zweifel verhaftet und bemängelt, gehen dem Lehrer im Prinzip aber nichts an. (siehe oben)

Der ethisch inspierierte Jugendbildner arbeitet an der Mündigkeit des Zöglings, nicht an den kruden Verhaltensnormen der von den pädagogischen Idealen ungerührten Gesellschaft. (1. Tischer) Mit diesem Satz bin ich nicht ganz einverstanden, da er die Lehrer in eine Unmündigkeit entlässt, denn Lehrer sind ebenso ein Teil der Gesellschaft wie alle anderen Gruppen auch und können die Verantwortung ihres Tuns somit nicht einfach abschieben. Er verdeutlicht aber recht gut einen Teil der Eigenstruktur der Erziehung.

Fazit:

In Hinsicht auf bloße Reproduzierbarkeit hat die Pädagogik durchaus ihre Aufgabe erfüllt, bedenkt man wie schnelllebig die Erwartungen sich an ihr  ändern. Durch die Eigenstruktur der Erziehung kann die Pädagogik nur zum Teil auf den ethisch/humanen Aspekt der Erziehung eingehen. Hier muss sich der Lehrer eher selber fordern und sich Gedanken über seine eigene Werte machen. Es liegt doch auf der Hand: Man kann nicht Teamfähigkeit predigen und ist selber nur Einzelkämpfer. Man kann nicht Nächstenliebe predigen und die Schüler sind nur für einem der Rotz am Ärmel.  Für viele mit Sicherheit eine Lebensaufgabe.

Wie kann es weiter gehen?

Wird es eine pädagogische Umstrukturierung durch das Web 2.0 geben?

Glaubt man dem allgemeinen Gemurmel im Web, verheißen Web 2.0 Werkzeuge wie Wikis, Weblogs, Social-Networking und RSS eine neue Ära des Lernens. Und nicht nur da, es heißt zum Beispiel im Video von Michael Wesch (Das Video wurde bis dato immerhin weit über 8,5 Millionen mal abgerufen und wenn man die Derivate des Videos berücksichtigt über 10 Millionen mal. ):

“ We’ll need to rethink a few things…. copyrigt, authorship, identity, ethics, aesthetics, rhetorics, governance, privacy, commerce, love, family, ouerselves.“

(Weitere Beispiele: Lernen im 21. Jahrhundert Beispiele, von Torsten Larbig, Werner Hartmanns 10 Thesen zur Zukunft von Computer und Internet an Schulen und taz, Bildung im Web 2.0 Das Ende des Frontalunterrichts )

Hier sehe ich allerdings keine echte Erneuerung auf uns zukommen. Da es sich im Web 2.0 um Methoden, bzw. Werkzeuge handelt. Vielleicht kann man das mit einem Glas Wein vergleichen. Wenn ich einen schönen Wein genießen möchte ihn aber aus unterschiedlichen Gläsern trinke, bleibt es immer noch der gleiche Wein. Nun kann man darüber fachsimpeln, ob der Wein aus einem richtigen Weinglas, wo das Buket richtig zur Geltung kommt, besser schmeckt, als aus einem Senfglas. Und ähnlich sehe ich es mit Web 2.0 Methoden und dem Verarbeitungsprozess von Normen und Zielen in der Pädagogik. Ich gehe eher davon aus, dass pädagogische Altlasten in eine Web 2.0 basierende Verarbeitung mit übernommen werden, vielleicht sogar noch verstärkt werden.

Erziehung durch visionäre Ziele?

In einem Lehrgang zur Mitarbeiterführung habe ich gelernt, dass visionäre Ziele mit die stärksten Motivatoren sein können. Martin Luther King (1929-1968): I have a dream. Mahatma Gandhi (1869-1948): Die Unabhängigkeit von Indien. Es gibt unzählige weitere Beispiele durch visionäre Ziele ganze Gesellschaften zu beeinflussen. Eins haben diese Beispiele noch gemeinsam: Sie entstanden aus einer Notwendigkeit heraus. In den beiden konkreten Fällen war es eine starke Unterdrückung, die mit viel Leid und Elend zu tun hatten. Das war eine weitere starke Motivation etwas zu ändern.

Was ist heute? Ich glaube wir sind einfach zu satt. Der Leidensdruck ist nicht hoch genug um wirkliche Änderungen in der Gesellschaft (und damit auch in der ethischen Erziehung) zu schaffen. Erst wenn einem das Wasser bis zum Hals steht wird sich etwas ändern. Dies zeigt eindrucksvoll auch die gesellschaftliche Geschichte.

Quod erat demonstrandum!

Mein Fazit:

Dennoch anfangen und mit gutem Beispiel voran gehen, erst bei sich und dann in seiner erreichbare Umgebung. So schließt sich der Kreis wieder: Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!

Quellen:

  1. Tischer, Michael: Die Eigenstruktur der Erziehung. In: Pädagogische Korrespondenz. Zeitschrift für kritische Zeitdiagnostik in Pädagogik und Gesellschaft. Heft 8. Wetzlar: Büchse der Pandora 1991. S. 59-67
  2. Blankertz, Herwig: Die Geschichte der Pädagogik, Von der Aufklärung bis zur Gegenwart. Büchse der Pandora, 1982. S. 305-307
  3. Gudjons, Herbert: Pädagogisches Grundwissen. Überblick – Kompendium – Studienbuch. 8. Aufl : Klinkhardt, 2003
  4. Kant, Immanuel: Was ist Aufklärung? Uni-Potsdam, Texte zur Philosophie Link: http://www.uni-potsdam.de/u/philosophie/texte/kant/aufklaer.htm
  5. Wesch, Michael: Web 2.0… The Machine is Us/ing Us YouTube: http://www.youtube.com/watch?v=6gmP4nk0EOE
  6. Rousseau, J.-J.: Emil oder Über die Erziehung. 13. Aufl: UTB, 1998 S. 10
  7. Hubertus Brantzen u. a., “Generationenbarometer 09,” in (gehalten auf der Pressekonferenz Generationen Barometer 09, Berlin, 2009), http://www.familie-stark-machen.de/files/generationenbarometer09_pressemappe.pdf.
  8. Renate Köcher, “Schulen und Lehrer aus der Sicht der Bevölkerung” (Institut für Demoskopie Allensbach, März 26, 2009), IFD 10029, 10035.
  9. Hubertus Brantzen u. a., “Generationenbarometer 09,” in (gehalten auf der Pressemappe zur Pressekonferenz Generationen Barometer 09, Berlin, 2009), http://www.familie-stark-machen.de/files/generationenbarometer09_pressemappe.pdf.

Nachgetragen:

  1. Bildungsserver: Stichwort Mündigkeit http://wiki.bildungsserver.de/index.php/M%C3%BCndigkeit

Why do I blog this?: Eigentlich aus zwei Gründen: 1. Ich bereite mich auf eine mündliche Prüfung in Erziehungswissenschaften vor. Das Thema ist u.a. Geschichte der Pädagogik. Dabei bin ich auf den Text von Blankertz „gestoßen worden„. Die Eigenstruktur der Erziehung ist ein Schwerpunkt in der Prüfung. Obwohl das Schlusswort von Blankertz vor 1982 gefasst wurde, finde ich ihn nach wie vor aktuell. Beschäftigt man sich mit der noch recht jungen Pädagogik finde ich die eingehende Frage sehr spannend. Ich lerne dabei viel über die Päpdagogik selbst, sowohl als auch etwas über die Probleme unserer Zeit. 2. Bin ich wirklich gespannt, ob sich andere für solche, doch recht theoretische Fragestellungen interessieren können, und ebenso nutzen daraus ziehen können.

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Weblin als Mentoren- und Tutorenprogramm

Wow, über Twitter (@birkenkrahe) bin ich gestern Abend auf Weblin aufmerksam geworden. Weblin ist ein Programm, welches Avatare erzeug, mit denen man sich auf  fast allen Internetseiten bewegen kann. Dazu gehört eine Chatfunktion und einiges mehr. Die Idee ist wirklich nett. Man könnte z.B. mit einer ganzen Gruppe von Webseite zu Webseite hopsen und so eine lebendige Einführung ins Web 2.0 geben. Das mach richtig spaß! Auf Maschendraht wird über einen Mentoreneinsatz nachgedacht und zur Zeit erprobt. Wer sich nicht gleich die Vollversion laden möchte oder es zu unsicher findet, der kann gefahrenlos Weblin lite testen.

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Die Besten, der Besten, der Besten

Ein Zitat aus MIB II und passend zu den zwei Lehrern, die Mittel und Wege gefunden haben Schüler zu begeistern.

Gestern (17.11.08) habe ich auf SAT1 einen Beitrag zur Bildung gesehen. Dabei wurde der Lehrer des Jahres 2007, Klaus-Peter Haupt vorgestellt. Er ist Physiklehrer und ist Gründer des Physikclubs. Ich finde man kann sich eine Scheibe von den „Besten, der Besten, der Besten“ abschneiden und schauen, wie sie Schüler begeistern. Daher diese Linkempfehlung.

Der andere Lehrer ist Jean-Pol Martin und bekannt für sein Konzept Lernen durch Lehren (LdL). Jean-Paul entwickelt seit 25 Jahren einen handlungorientierten Unterricht, der über Wikis, Blogs und anderen Medien der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und weiter entwickelt wird.

Why do I blog this?: Ich suche sie, die Vorbilder und versuche für mich von Ihnen zu lernen. Mittelmäßigkeit findet man im Studium genug. (Oh, der war aber böse.)

Ein Kommentar

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Twitter oder da werden Sie geholfen!

Meine Examensarbeit habe ich vor zwei Wochen eingetütet, bei der Post gestempelt und zur Uni geschickt. Sie ist rechtzeitig angekommen und das ist auch gut so! Nach dem Abgabestress musste ich meine Frau zum Kieferchirurg fahren, ein Backenzahn musste raus. Nun heißt es, abwarten und Tee trinken.

Und bevor ich nun für eine Woche in Urlaub fahre möchte ich mich bei meinen Followern für ihre moralische und fachliche Unterstützung während meiner Examensarbeit danken! Twitter von mir noch vor einem halben Jahr belächelt und abgewertet hat sich als Informationsquelle sehr bezahlt gemacht. Es gab Tipps zur qualitativen Sozialforschung, zur Gestaltung der Arbeit, eine Menge Linkhinweise, interessante Gespräche außerhalb der Arbeit und was ich persönlich sehr angenehm empfand, dass irgendwie immer jemand da war, ob es Vormittags @cspannagel zum Kaffee trinken war oder um 24 Uhr @ralphmakolla, mit dem ich beschlossen habe, wer denn das Licht bei Twitter aus machen muss. Aber viele, viele andere Follower waren stehts auch gegenwärtig und haben mich mit neuen Ideen versorgt. Somit ist Twitter für mich ein echtes Ideenpool geworden.

Zur Zeit twittere ich weniger, da es noch eine Familie gibt, die ich während meiner intensiven Arbeit vernachlässigt habe. Allerdings wird es wieder mehr werden, wenn ich mich auf meine restlichen Prüfungen vorbereite und öfters am Rechner sitze.

Zeitaufteilung meiner Examensarbeit

Grober Ablauf:

  • 30.09-10.9.08 einarbeiten in die Theorie,
  • 05.09-15.09.08 durchführen der Interviews,
  • 16.09-4.10.08 transkribieren der Interviews,
  • 04.10-17.10.08 auswerten der Arbeit.

Das waren ungefähr 49 Tage für 82 Seiten (1 zeilig) Transkript und 52 Seiten (1.5 zeilig) Examensarbeit. Ich hoffe das die Qualität unter dem Zeitdruck nicht gelitten hat, aber das werde ich wohl bald gewahr werden.

Nachtrag 21.11.08: Wieso Twitter?

Nachtrag 28.11.08: Der elektrische Reporter

Elektrischer Reporter – Microblogging: Leben in 140 Zeichen

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Zeitschriftenartikel online recherchieren – Immer noch ein Ding der Unmöglichkeit

Die Examensarbeit steht an! Fleißig wird nach Büchern, Zeitschriftenartikal, Aufsätzen, Dissertationen und anderen Dokumenten recherchiert. Im Internet Bücher zu finden ist nicht mehr schwer. Am einfachsten geht es über die ISBN-Nummer. Auch wenn ich es ungerne zugeben mag, Googel verfügt über nützliche „Buch-Such- Tools“ und die Ergebnisse kann man gleich in der eigenen Bibliothek ablegen. Damit nicht genug. Der fleißige Bücherwurm (Ist er eigentlich vorm aussterben bedroht, oder muss man ihn jetzt umbenennen in eBook-Worm?) kann seine gesammelten Werke auch gut in eines der Literatur- und Wissensmanagement Verwaltungen ablegen:

  • zotero – Mein Favorit, kostet nichts, leicht als Plug-In in Firefox zu installieren und die Einführung wird einem leicht gemacht durch Hilfevideos. Zusätzlich kann man sich kostenlose Plug-In’s für MS-Word oder OpenOffice downloaden. Damit lassen sich sehr bequem die Literaturangaben in unterschiedlichen Zitationsstilen in ein Dokument einführen. Nix mit Augen verdrehen weil man irgendwelche Kommata oder Semikolons oder Doppelpunkte falsch platziert hat. Leider bieten noch nicht alle Bibliotheken wie die Bremer e-LIB oder die Bayrische Staatsbibliothek Schnittstellen für eine bequeme Übernahme der Buchdaten (wie:  Autor, ISBN-Nr., Erscheinungsort, etc.) an. Da ist das Programm
  • citavi weiter. Ich glaube allerdings auch nur weil es schon länger am Markt besteht. Dieses kostenpflichtige  Programm kann man auch als Demoversion downloaden. Es kann sogar als eine Art Suchbrowser für Bücher genutzt werden. Es bietet schon so viele Möglichkeiten, das es nach meiner Ansicht ein bisschen an Übersichtlichkeit verliert.
  • Natürlich sollte man auch die Literaturverwaltungen kennen, die an den Unibibliotheken angeboten werden, an der Uni-Bremen ist es RefWorks und an der Uni-Oldenburg EndNote. Der Nachteil dieser Verwaltungen ist, dass sie ihren vollen Nutzen nur im Campus-Netz entfalten und ist man mit dem Studium fertig müsste man sich die Vollversion kaufen.
  • Für alle Web 2.0 Freaks sei Library Thing empfohlen. Da kann man über Bücher schnacken, Freundschaften schließen, fleißig rezensieren. Allerdings ist das etwas mehr für Romanleser, da hier keine Möglichkeit besteht Literaturlisten in verschiedenen Zitationsstilen auszugeben.

All diese Werkzeuge stehen der Bücherrecherche zur Verfügung. Natürlich kann man auch Zeitschriftenartikel damit verwalten allerdings komme ich nicht an die Daten ran. Beziehungsweise stellen nicht genügend Verlage diese Daten zur Verfügung. Pennen diese Verlage? Hallo aufwachen, willkommen im Zeitalter des Web 2.0s! Google Book and Google Scolar are watching you!  PDF-Jahresübersichten sind mega out! Noch ein Wort an die Verlage: Was nützt einem die schönste Zeitschriftensammlung, wenn man sie nicht nutzt, da sich die Suche nach Artikeln als unbequem gestaltet?

Wer noch mehr wissen möchte, dem empfehle ich noch diese Links:

Wer solche Möglichkeiten nicht nutzt hat selber schuld oder bleibt im alten Paradigma der Excel-Listen oder sogar Karteikarten hocken. Wer sie nutzt gewinnt Zeit und kann Blogartikel wie diesen hier schreiben. 😉

Why do I blog this?: Zwei Gründe: 1) Man kann doch glatt durch das gesammte Studium maschieren, ohne über die Möglichkeiten von Literaturverwaltungsprogrammen zu stoßen. Natürlich werden einem Angebote über die Uni-Homepages und den Bibliotheksseiten gemacht. Die werden aber zumindest von mir regelmäßig ignoriert, frei nach dem Motto: „Man hat ja sonst nichts besseres zu tun.“ 2) Die Recherche nach Zeitschriftenartikeln nervt einfach. Da denke ich mir: Geteiltes Leid ist halbes Leid…

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Blog Action Day 08


Da soll doch noch einer sagen: Ich kann doch sowieso nichts gegen die Armut auf dieser Welt etwas unternehmen! Weit gefehlt, jeder kann etwas dazu beitragen, auch Blogger! Blogger können zum Beispiel am Blog Action Day am 15. Oktober 2008 einen Artikel über Armut schreiben. Schreiben genügend Blogger genau an diesem Tag über das gleiche Thema kommt es zu einem Fokus darauf und somit wird das Geschehen an diesem Tag beeinflusst. Wie ich finde eine wahnsinns gute Idee! Ich wünsche den Autoren ein erfolgreiches Gelingen.

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Gefundene Podcasts zum Thema Physik und Naturwissenschaft

Seitdem ich stolzer Besitzer eines iPods bin höre ich Podcasts. Irgendwie ist das wie Radio hören im „Retro-Look“. Auf alle Fälle keine unliebsamen Werbungen und nicht das ganze BlaBla, was ich eh nicht hören möchte. Die Themen, die auf meinem iPod oder meinem MP3-Player kommen bestimme ich selber und dies sind, da ich mich für Naturwissenschaft, Physik, Philosophie und Schulbildung interessiere folgende Perlen aus dem Bereich Naturwissenschaft:


FM4- Science Busters: Eindeutig mein Lieblingspodcast zum Thema Physik. „Prof. Heinz Oberhummer, theoretische Physik, TU – Wien, Univ.lekt. und Bestsellerautor Werner Gruber, experimentelle Physik, UNI – Wien, und der Kabarettist Martin Puntigam, Studienabbrecher, UNI Graz, erklären allen, die das wollen, die Welt und ihr Drumherum.“


dradio.de Wissenschaft im Brennpunkt: „Bericht- erstattung über neue Forschungsergebnisse, technische und wissenschaftliche Hintergründe, Reportagen aus Laboratorien.“ Das dradio (Deutschlandfunk) bietet eine ganze Reihe hochwertiger Podcasts an. Für mich natürlich Wissenschaft im Brennpunkt und das Themenpodcast Wissenschaft und Bildung.


WDR – Quarks & Co: Bald schon ein Klassiker unter den Wissenschaftssendungen. Man kann die Sendungen auch als Videopodcast bekommen. Für die, die viel Speicher zur Verfügung haben.


Bayern 2- IQ – Wissenschaft und Forschung: Auch eine hochwertige Sendung mit einem breit gefächerten Spektrum an Themen aus: Natur- und Geisteswissenschaften, aus Medizin und Sozialwissenschaften, aus den Bereichen Computer und Telekommunikation. Von A(stronomie) bis Z(oologie) – ein bunter Themenmix mit Berichten, Interviews, Reportagen und Studiogästen.

Weitere Links zum Thema Podcast:

Nachtrag 4.09.08

Gerade habe ich über meinen Feedreader einen neuen Physik-Podcast gefunden. Den Welt der Physik-Podcast werde ich doch gleich mal ausprobieren.

Why do I blog this?: Um mich von meiner Klausur abzulenken, die ich morgen habe!

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