Zeitschriftenartikel online recherchieren – Immer noch ein Ding der Unmöglichkeit

Die Examensarbeit steht an! Fleißig wird nach Büchern, Zeitschriftenartikal, Aufsätzen, Dissertationen und anderen Dokumenten recherchiert. Im Internet Bücher zu finden ist nicht mehr schwer. Am einfachsten geht es über die ISBN-Nummer. Auch wenn ich es ungerne zugeben mag, Googel verfügt über nützliche „Buch-Such- Tools“ und die Ergebnisse kann man gleich in der eigenen Bibliothek ablegen. Damit nicht genug. Der fleißige Bücherwurm (Ist er eigentlich vorm aussterben bedroht, oder muss man ihn jetzt umbenennen in eBook-Worm?) kann seine gesammelten Werke auch gut in eines der Literatur- und Wissensmanagement Verwaltungen ablegen:

  • zotero – Mein Favorit, kostet nichts, leicht als Plug-In in Firefox zu installieren und die Einführung wird einem leicht gemacht durch Hilfevideos. Zusätzlich kann man sich kostenlose Plug-In’s für MS-Word oder OpenOffice downloaden. Damit lassen sich sehr bequem die Literaturangaben in unterschiedlichen Zitationsstilen in ein Dokument einführen. Nix mit Augen verdrehen weil man irgendwelche Kommata oder Semikolons oder Doppelpunkte falsch platziert hat. Leider bieten noch nicht alle Bibliotheken wie die Bremer e-LIB oder die Bayrische Staatsbibliothek Schnittstellen für eine bequeme Übernahme der Buchdaten (wie:  Autor, ISBN-Nr., Erscheinungsort, etc.) an. Da ist das Programm
  • citavi weiter. Ich glaube allerdings auch nur weil es schon länger am Markt besteht. Dieses kostenpflichtige  Programm kann man auch als Demoversion downloaden. Es kann sogar als eine Art Suchbrowser für Bücher genutzt werden. Es bietet schon so viele Möglichkeiten, das es nach meiner Ansicht ein bisschen an Übersichtlichkeit verliert.
  • Natürlich sollte man auch die Literaturverwaltungen kennen, die an den Unibibliotheken angeboten werden, an der Uni-Bremen ist es RefWorks und an der Uni-Oldenburg EndNote. Der Nachteil dieser Verwaltungen ist, dass sie ihren vollen Nutzen nur im Campus-Netz entfalten und ist man mit dem Studium fertig müsste man sich die Vollversion kaufen.
  • Für alle Web 2.0 Freaks sei Library Thing empfohlen. Da kann man über Bücher schnacken, Freundschaften schließen, fleißig rezensieren. Allerdings ist das etwas mehr für Romanleser, da hier keine Möglichkeit besteht Literaturlisten in verschiedenen Zitationsstilen auszugeben.

All diese Werkzeuge stehen der Bücherrecherche zur Verfügung. Natürlich kann man auch Zeitschriftenartikel damit verwalten allerdings komme ich nicht an die Daten ran. Beziehungsweise stellen nicht genügend Verlage diese Daten zur Verfügung. Pennen diese Verlage? Hallo aufwachen, willkommen im Zeitalter des Web 2.0s! Google Book and Google Scolar are watching you!  PDF-Jahresübersichten sind mega out! Noch ein Wort an die Verlage: Was nützt einem die schönste Zeitschriftensammlung, wenn man sie nicht nutzt, da sich die Suche nach Artikeln als unbequem gestaltet?

Wer noch mehr wissen möchte, dem empfehle ich noch diese Links:

Wer solche Möglichkeiten nicht nutzt hat selber schuld oder bleibt im alten Paradigma der Excel-Listen oder sogar Karteikarten hocken. Wer sie nutzt gewinnt Zeit und kann Blogartikel wie diesen hier schreiben. 😉

Why do I blog this?: Zwei Gründe: 1) Man kann doch glatt durch das gesammte Studium maschieren, ohne über die Möglichkeiten von Literaturverwaltungsprogrammen zu stoßen. Natürlich werden einem Angebote über die Uni-Homepages und den Bibliotheksseiten gemacht. Die werden aber zumindest von mir regelmäßig ignoriert, frei nach dem Motto: „Man hat ja sonst nichts besseres zu tun.“ 2) Die Recherche nach Zeitschriftenartikeln nervt einfach. Da denke ich mir: Geteiltes Leid ist halbes Leid…

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9 Kommentare

Eingeordnet unter Bücher, Web 2.0

9 Antworten zu “Zeitschriftenartikel online recherchieren – Immer noch ein Ding der Unmöglichkeit

  1. Bei der Erschließung von Zeitschriftenartikel pennen tatsächlich einige, allerdings darf man auch denken, dass sowas trivial ist. Grundsätzlich hilft, Social-Cataloging-Systeme zu nutzen, wo man sich mit einem Klick den Titel von jemand anderem kopieren kann und wo vorhanden immer DOI oder andere Identifikatoren mitkopieren. Viel Erfolg mit der Arbeit!

  2. Vielleicht hilf dir dieser Artikel weiter. Hab es allerdings noch nicht selbst getestet.
    http://cspannagel.wordpress.com/2008/07/31/citeulike-gemeinsam-literaturreferenzen-pflegen/
    Wenn ich mich recht entsinne hat der Autor in seinem Blog noch ein paar andere Tipps auf Lager.

  3. ths

    @highwaystar42

    Danke für den Link zum Blog von Christian! Christian kenne ich bereits übers twittern und DNAdigital. 😉 Wusste aber nicht, dass er sich mit diesem Thema auseinander gesetzt hat.
    Das eigentliche Problem mit den Zeitschriftenartikeln ist, dass man die Daten nicht in die Literaturverwaltungsprogramme einlesen kann wie die von Büchern, da es in der Regel keine gibt. Der SPRINGER Verlag oder auch WILEY-VCH Verlag stellt sie zur Verfügung. Versucht man an lesbare Daten vom BELZ , AULIS Verlag und vielen weiteren Verlagen zu kommen läuft man vor die Wand.

  4. Die Möglichkeiten Zeitschriftenartikel zu recherchieren sind sehr vielfältig. Es gibt eine Menge fachlich spezialisierte Angebote zu diesem Zweck. In der E-LIB haben wir derzeit ca. 10 Mio. wissenschaftliche Artikel direkt zu finden. Allerdings sind noch nicht alle Fächer gleich stark vertreten. Wir bemühen uns aber, die Nachweisbasis ständig zu vergrößern. Die Daten können dann auf Knopfdruck in RefWorks direkt übertragen oder in andere Literaturverwaltungssysteme exportiert werden.

    RefWorks hat aus unserer Sicht besonders für teamorientiertes, kollaboratives Arbeiten in der Gruppe besondere Vorzüge. Literaturlisten können z.B. als RefShare-Seiten ganz einfach online veröffentlicht und für Dritte angeboten werden. (RefWorks kann man übrigens als zugelassener Nutzer auch von einem beliebigen Arbeitsort außerhalb des Campus verwenden – nach Ende des Studiums in Bremen kann man die Daten zudem problemlos in einem strukturierten Format evakuieren und dann ein anderes Literaturverwaltungsprogramm verwenden.)
    Um sich effizient über solche Recherchefragen zu informieren (und hoffentlich dann insgesamt Zeit zu sparen), ist es manchmal doch ganz empfehlenswert, mal in der Bibliothek nachzusehen oder eine Mail zu schicken 😉

  5. Sehr interessanter Artikel!
    Ich bin auch immer wieder auf der Suche nach (A) Online-Recherche-Möglichkeiten und (B) nach Wissensmanagementlösungen für mich und natürlich speziell im medizinischen Sektor.
    Zu diesen möchte ich noch etwas ergänzen.
    Folgende Rechercheseiten finde ich noch interessant:
    * http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/
    * http://www.ceeol.com/
    * http://www.medline.de/

    Was die Wissenssammlung angeht, empfinde ich das als echt kompliziert. Folgende Tools nutze ich zum Wissensmanagement:
    * Mindmanager: zum Strukturieren
    * Copernic Desktop: lokale Suchmaschine, die relevanten Daten indiziert; also nach der Devise: ‚erstmal sammeln‘. 🙂
    * Evernote: neues Tools zum organsierten Sammeln von Daten und Ideen

    • ths

      Hallo Andreas!
      danke für Dein Kommentar und sorry, wenn ich so spät geantwortet habe. (Ich war in den letzten Wochen im Urlaub und Web 2.0 mäßig völlig abgeschnitten.)
      Ja, Wissenssammlung ist ein schwieriges Thema. Das wichtigste für mich ist, Themen, Aufsätze und eigene Aufzeichnungen auch wiederfinden. Da muss man sehr akribisch vorgehen: Stichworte (Tags) vergeben, Notizen machen und alles sauber abspeichern (sichern nicht vergessen). Im Prinzip verwende ich ähnliche Werkzeuge wie Du, für den Mindmanager – bubbl.us, für Evernote – zotero.org und als (externe) Suchmaschine die Suchmöglichkeiten vom Mycroft Projekt. Für „erstmal sammeln“ empfehle ich – http://www.instapaper.com
      Aber sehr interessant finde ich Deine Links, ist für mich mal ein Blick über den Tellerrand! 🙂
      Gruß
      Thorsten

  6. Tolle Linksammlung und gute Anregungen! Kann man gerade auch für die Abschlussarbeit gut brauchen. Meiner Meinung nach macht es einen guten Eindruck auch neuere Veröffentlichungen zu zitieren und nicht nur die großen Standartwerke. Es kommt natürlich auf das Fach und Thema der Abschlussarbeit an, aber meist kommt man an Zeitungsartikeln dann nicht vorbei.
    Einen kleinen Tipp hab ich selbst auch noch. Wer im System seiner Bibliothek nicht fündig wird, sollte mal bei Amazon nach Schlagwörtern suchen. Die haben einen anderen Suchalgorythmus, der oft zu sehr guten Ergebnissen führt. Und dann bekommt man ja von Amazon die ISBN und alle anderen Angaben und wird meist im Computersystem der Bibliothek dann auch fündig. Man muss ja deswegen nicht bei Amazon bestellen.

    Liebe Grüße,
    Lisa

    • ThS

      Hallo Lisa,
      mit Amazon suche ich auch schon. Gerade wenn ich mit Zotero die bibliografischen Daten aufnehmen möchte mache ich das meistens über Amazon, da die Datensätze sehr gute Ergebnisse erzielen. Leider bleibt das Problem der Zeitschriftenartikelsuche…
      Übrigens betreibe ich den Bremer Studentenblog nicht mehr, sondern http://www.gedankenimpuls.de . Ich sollte mal in einem letzten Artikel darauf hinweisen.
      Gruß
      Thorsten

  7. Pingback: Literaturrecherche 2.0 | Studenten-Welt.de

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