Warum heißen Quarks, Quarks?

Um die Frage der Namensgebung der Elementarteilchen Quark zu beantworten, müsste man den Roman Finnegans Wake bis Seite 383 von James Joyce oder Quarks von Harald Fritzsch gelesen haben. Aber noch schneller geht es, wenn man diesen Blogbeitrag weiter ließt. Gell-Mann wählte diesen Namen in Bezug auf den oben aufgeführten Roman von James Joyce.

„… Three quarks for Muster Mark!
Sure he hasn’t got muck of a bark
And ure any he has it’s all beside the mark.
But O, Wreneagle Almighty, wouldn_t un be a sky of lark
To see that old buzzard whooping about for uns shirt in the dark
And he hunting round for uns speckled trousers
around by Palmerstown Park?…“

Die drei Quarks sind also die Kinder von Herrn Muster Mark der eigentlich Herr Finn ist! Und manchmal treten die drei Quarks für Herrn Finn selbst auf. Na, alles klar? Und weil diese verrückte Geschichte die Situation in der Elementarteilchenphysik gut wiederspiegelt, Mark stellt das Proton dar und in manchen Situationen verhält sich das Proton so, als wenn es aus drei Quarks bestünde, hat Gell-Mann kurzerhand den Dingern den Namen Quarks verpasst.

Na, ich glaube diese Anekdote findet sich in zahlreichen Büchern wieder. Allerdings finde ich sie dennoch interessant. Für mich ist das ein Hinweis wie menschlich doch Physik ist, auch wenn ich James Joyce nicht kapiere.

Why do I blog this?: Ich kann mich für solche Anekdoten begeistern, da gerade diese Kurzgeschichten die Physik so lebendig machen können. Hier menschelt es doch in der ansonsten so unnahbaren Physik sehr. Wer kann sich dafür noch begeistern? Wer kennt ähnliche Geschichten?

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5 Kommentare

Eingeordnet unter Kernteilchen- Elementarteilchenphysik, Physik

5 Antworten zu “Warum heißen Quarks, Quarks?

  1. Ja, Geschichten sind toll!
    Ich kenne leider auf Anhieb keine.
    Freut mich sehr, dass du dich einer Lebenswelt-nahen Physik verschrieben hast.

  2. ths

    Tja, wie soll ich denn das verstehen? Gerade diese „Geschichte“ finde ich recht abgefahren. 😉 Aber ich verstehe dich mal so, dass du keine „trockene Zahlen-und Formelphysik“ meinst.

    Gruß
    ThS

  3. Tom

    Jaja… die Namensgebung in der Elementarteilchenphysik ist schon was ganzh besonderes 🙂 ! Dazu passt natürlich auch noch:

    – das Gluon von engl. Glue – Leim, was natürlich zur starken Wechselwirkung, die ja die Atome zusammenhält wunderbar passt, dann noch

    – ulkigste Eigenschaften der Materie: Strangeness, Topness, Bottomness usw. …

    Das ist doch mal eine tolle und locker-lustige Abwechslung, betrachtet man das trocken mit Latein gespickte Fachvokabular der Mediziner.

    Find‘ ich toll, dass du die humorvollen Aspekte der Physik hier so hervorhebst ! 😀

    LG,

    Thomas

  4. Tom

    ähhh – ich meinte eigentlich engl. Glue – Kleber. Naja so groß ist der Unterschied ja nicht ^_^.

  5. Ja mit Lebensweltnah meine ich das von dir angesprochene menscheln.

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