Theoriebildung der Physik – Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen

So, jetzt habe ich ein bisschen Zeit gefunden, um den zweiten Beitrag über meinen Lernmethodenvergleich zu bloggen. Die Zusammenfassung des Buches: Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen von Thomas S. Kuhn lässt sich doch etwas angenehmer lesen, als den Ausschnitt von Karl Popper (siehe Theoriebildung der Physik – Logik der Forschung). Aber wie behält man solche Texte wie diese Beiden? Dazu habe ich zwei Methoden ausprobiert, einmal wie beim Popper Text, sich selber Fragen stellen und einmal mit Hilfe der Mind-Map Methode, wie jetzt zum Kuhn Text. Im Netz findet man übrigens hunderte von Anleitungen. Ich habe um den Paradigmenwechsel nach Kuhn darzustellen die Mind-Map Methode à la Thorsten abgewandelt und noch eine Assoziation zum Lorentz-Attraktor geknüpft. Siehe Bilder.

Im Zusammenhang mit Lehrnmethoden habe ich noch einen interessanten Beitrag von Norbert Tholen auf norberto42 gefunden. Norbert hat Kritik an die Mind-Map Methode geäußert, die ich auch teile. Eine Mind Map ist nur dann gut, wenn man weiterdenkt und nicht nur darauf aus ist bunte Bildchen zu mahlen und das passiert, zumindest mir, sehr schnell. Es ist wie in der Physik: Man versucht immer wieder in eine Potentialsenke zu kommen.

Knappes Fazit: Ich werde für meine Examensvorbereitung eher den fragenden Stil verfolgen!

Bild 1: die Mind-Map zu Thomas S. Kuhns – Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen. (Zum Vergrößern auf das Bild klicken.)

Mind Map Thomas Kuhn

Bild 2: Mein eigenes visuelles Schema zum Paradigmenwechsel.

paradigmenwechsel thomas kuhn

Bild 3: Meine Assoziation zum Lorenz-Attractor. Die Mittlepunkte deuten die normale Wissenschaft an. Bei einer Kriese laufen die Bahnkurven nach außen hin und das System weitet sich auf und somit kommt es zur außerordentlichen Wissenschaft. Dann läuft die Trajektorie über zu einem neuen Zentrum, wo wieder eine normale Wissenschaft entstanden ist. Wer meint dass das ein wenig abgefahren ist, dem kann ich nur zustimmen. Es sollten aber auch keine realen Übereinstimmungen gefunden werden, sondern nur Assoziationen, zum Merken. Und gemerkt habe ich es mir!

attaktor

Why do I blog this? Als Lehramtstudent möchte man in der Regel später unterrichten. Es werden einem etliche didaktische Modelle in die Hand gegeben, aber nur selten wird im Studium darüber gesprochen, wie man etwas selber lernen kann. Im Prinzip viel Theorie aber kaum etwas für die Praxis, schade! Es lohnt sich darüber Gedanken zu machen und vielleicht regt dieser Beitrag dazu an.



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2 Kommentare

Eingeordnet unter Anmeldung 1. Staatsexamen, Physikdidaktik

2 Antworten zu “Theoriebildung der Physik – Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen

  1. Hey Thorsten,

    ich bin ein großer Fan der Mindmap-Methode… aber mehr als Hilfe zur Visualisierung von Zusammenhängen im Lernprozeß, sprich ich nutze sie um mein Wissen zu ordnen und zu strukturieren, um Zusammenhänge zu sehen und leichter einen Überblick über das gesamte Themenfeld zu haben. Ich sehe das Mindmap also eher als Stütze zu meinem eigenen Wissen, als „Karte“ meines Gedächtnisses und bin bisher damit ganz gut gefahren. Wobei ich auch sagen muss, dass ich die Mindmaps am Computer erstelle und so leichter Änderungen/Ergänzungen oder einfach Dinge hinzufügen kann, was mir bei dem klassischen Pen&Paper-Mindmap nicht möglich ist (bzw. erschwert ist).

    Ein paar Links dazu unter http://del.icio.us/akasche/MindMaps

    Schlussendlich bleibt die Kritik natürlich, sich in Formen und Farben zu verzetteln…und ja diese Gefahr sehe ich auch, aber dennoch halte ich sie als EINE Möglichkeit Wissen/Fakten/Gedanken zu ordnen und zu strukturieren. Gerade in der heutigen Zeit ein wichtiges Werkzeug unter vielen Werkzeugen, die jeder selber für sich entdecken muss…

    LG, Andreas

  2. ths

    Hallo Andreas,

    ich müsste diesen Artikel auch schon wieder ein wenig revidieren. Ich habe mich mit einem Kommilitonen (FB Metalltechnik) mit einem privaten Blog auf eine schriftliche Prüfung vorbereitet. Das ging 1A! Dabei habe ich wie Du es beschrieben hast online-Mind-Maps benutzt und zwar dafür um meine Artikel zu strukturieren. So eine Art Brainstorming mit Struktur.
    Ich habe gesehen, dass Du u.a. bubble.us benutzt, damit habe ich auch gute Erfahrungen gemacht, das Online-Tool ist wirklich intuitiv zu bedienen.
    Allerdings habe ich beim Lernen von Textinhalten festgestellt, das Mind-Maps mit Vorsicht zu genießen sind. Es besteht die Gefahr an der „Oberfläche“ zu bleiben und tiefer liegende Zusammenhänge zu vergessen.

    Gruß

    Thorsten

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