Freier Umgang mit persönlichen Daten

© Photo by Peter Macdiarmid/Getty Images

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Im Seminar „Smartboards, Podcasts und mobile Technologien“ disskutierten wir kurz über den Artikle Meine Daten sind frei, welcher in der Wochenzeitung DIE ZEIT erschinen ist. Solche Aussagen wie: George Orwell (1984) lässt grüßen, oder Schritt für Schritt kommen wir dem Überwachungsstaat näher… sind schnell bei der Hand. Es scheint so, als würden diese plakativen Argumente durchaus auch stichhaltig sein. Ich versuche mal von einer anderen Perspektive aus zu argumentieren und stellte folgende Thesen auf:

  • In Zukunft werden die Menschen ( oder auch Gesellschaft oder Internet Nutzer) es lernen mit der Offenheit von Daten zu leben. In der Schule könnten oder müssten die Schüler und Schülerinnen es lernen sich richtig im Internet zu bewegen (vielleicht mit einer Art Internet-Knigge).
  • Ein verneinendes Argument zum offenen Umgang mit persönlichen Daten ist auch der, dass Firmen oder Personalagenturen Informationen über potentielle Bewerber aus dem Internet recherchieren können und bei „freizügiger Lebensweise in der Jugend“ eine Stellte mit dieser Person nicht besetzen wollen.
    Ich könnte mir vorstellen, wenn sich nahezu jeder/jede „exibitionistisch“ im Internet verhält, so würde man bei allen Personen irgend etwas finden können, was die Firma gerade für diese freie Stelle nicht gebrauchen kann. Die Firma müsste sich für das „kleinere Übel“ entscheiden. Ist es so nicht ehrlicher offen miteinander umzugehen, nach dem Motto: Du hast da zwar eine Macke, aber wir finden einen Weg das Beste daraus zu machen. Du hast ja auch eine Menge gute Seiten. Ich schaue also auf die guten Seiten der Menschen. Könnten nicht auch Personalverantwortliche lernen mit dieser Situation umzugehen, bzw. sich in eine andere Sichtweise üben? Und führt es nicht dazu den richtigen Mann oder die richtige Frau am richtigen Ort zu besetzen, wobei beide Seiten pofitieren?
  • Führt ein offener Umgang mit seinen persönlichen Daten nicht dazu sich selber mehr in die Pflicht zu nehmen, darüber nachzudenken, wie will ich mich nach außen hin präsentieren, bzw. was ist mir wichtig, wo sind meine Werte?

Vielleicht schaue ich in 30 Jahren noch einmal auf diesen Beitrag und bin dann über das hier Geschriebene erstaunt. Wie auch immer.

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