Vorteile von Weblogs

Überarbeitet am 17. Nov. 2007

Zur Zeit stellen sich mir noch die Frage: Warum sollten Studenten, Schüler oder Unternehmen mit Weblogs arbeiten? Oder: Welche Möglichkeiten bieten Weblogs? Ein paar Argumente habe ich zusammengetragen:

1. Pro-Argumente für das Studium:

  • Austausch mit anderen Autoren zu einem bestimmten Thema, somit findet ein Ideenaustausch statt! Ich denke dieses ist das wichtigste Argument.
  • Bei der erstmaligen Anwendung eines Weblogs (z.B. bei der Überarbeitung des Elementarteilchen Skripts von Bleck-Neuhaus). Testen einer neuen Arbeits-, Kommunikations- und Informationsvariante.
  • Zeit- und ortsunabhängiges Arbeiten an einem Thema.
  • Komplette Übersicht/Zugriff zu allen in Arbeit befindlichen Kapiteln (Skript).
  • Durchgängige Benutzung eines Mediums (Internet).
  • Hier noch ein interessanter Link der Sparte Mediendidaktik an der Universität-Mainz.

2. Pro-Argumente für die Schule:

  • Schüler können Weblogs als Portfolio oder als Lerntagebuch verwenden. Man kann sehr einfach die Einträge kommentieren und untereinander austauschen. Mit gebundenen Heften ist dies umständlicher.
  • In einem Arbeitsblog zu einem Thema können Informationen (Links) und Ergebnisse für alle gesammelt werden – Ergebnissicherung!
  • Die Ausrede ich hab mein Heft oder Mappe vergessen zieht nicht mehr. Dafür kommt sicherlich: „Der Computer von meinem Papa ist kaputt.“ Worauf man selbst wieder antwortet: „Dann benutze doch die Rechner in der Schule.“
  • Schüler können sich über die Schule hinaus präsentieren, so kann das Gelernte Eltern, Freunden und dem „globalen Dorf“ gezeigt werden. Und dadurch wird nicht nur für die „gute Note“ gelernt.
  • Zum Beispiel wäre dieses Szenario möglich: Zwei oder mehrere Klassen aus unterschiedlichen Schulen arbeiten an einem Wissensprojekt zusammen. Ich könnte mir Verknüpfungen zwischen bayrischen und niedersächsischen Klassen vorstellen. Vielleicht ein Wissenswettbewerb (Im kreativen Schreiben heißt das: WebBewerb) in Physik zwischen Schulen oder Klassen! Oder es können Naturbeobachtungen (z.B Astronomie) für den Unterricht ausgetauscht werden. Ein Beispiel ist das Tracking the ISS bei Lehrer-Online.
  • Lehrer können sich in geschlossenen Arbeitszirkeln über Methoden und Vorgehen in Klassen abstimmen. Es bedarf keiner Terminabsprache, also ist man orts- und zeitunabhängig und eine Teambildung von Lehrern könnte so gefördert werden.
  • Die Medienkompetenz von Lehrern und Schülern wird erweitert.
  • Hier höre ich auf, die Liste könnte ich aber noch länger werden.

3. Pro-Argumente für Betriebe:

Ich beziehe mich nicht unbedingt auf Vorteile einzelner Branchen(vergl. Pressemitteilung der Landesanstalt für Medien NRW vom 12.01.07), wie z. B. der Musikbranche, die sich durch die neuen Web 2.0 Technologienen verändern, weil die meisten Menschen dazu übergegangen sind ihre MP3-Dateien in Blogs zu tauschen, anstatt CDs zu kaufen. Oder der Journalismusbranche, der es mit Sicherheit auch noch an den Kragen gehen wird, weil jeder Blogger zum Journalisten werden kann und dies für „lau“ tut. (Die Qualität sei mal dahingestellt.) Ich glaube Blogs können im Prinzip jeder Firma helfen Informationen fließen zu lassen.

  • Welchen Schaden hat eine Firma, weil Arbeiten doppelt und dreifach ausgeführt werden? Aus eigener Erfahrung kenne ich folgende Situationen: In einer Abteilung A wird an einer Fehlerbehebung von einem Gerät gearbeitet. Ebenso wird in einer anderen Abteilung B am gleichen oder ähnlichen Fehler gearbeitet. Technische Berichte gehen verloren und dann wird wieder alles von neuem aufgerollt, usw. Blogs könnten Abhilfe schaffen. Man dokumentiert für sich einen Arbeitsvorgang. Diesen Vorgänge kann man selber über die Suchfunktion, über die Kategorien oder den Kalender wiederfienden. Aber ebenso können Mitarbeiter auf, für sie, interessante Vorgänge stoßen und sich so Arbeit ersparen.

Wer sich mit den Kondratieff Zyklen (Kondratieff.net) auseinandergesetzt hat, kennt auch die vorraussichtlichen, zukünftigen Kompetenzanforderungen die von Leo A. Nefiodow in seinem Buch: Der sechste Kondratieff auf Seite 103 (5. Aufl.) aufgestellt wurden. Dies sind:

  • Psychosoziale Kompetenz
  • Rationalisierung wenig strukturierter Arbeitsabläufe
  • Computergestützer Umgang mit ungenauem Wissen
  • Optimierung von Informationsflüssen im und zwischen Menschen
  • Organisation der zwischenmenschlichen Beziehungen
  • Sowohl-als-auch-Logik/ Verhalten gewinnt an Bedeutung

Wer Weblogs nutzt versteht es zum Teil mit diesen Anforderungen umzugehen.

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2 Antworten zu “Vorteile von Weblogs

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